Famulatur in Klagenfurt

Passend zur Skisaison berichtet im März Paul über seine Famulatur in der Unfallchirurgie in Klagenfurt:

Während einer Famulatur am Unfallchirurgischen Klinikum der AUVA in Klagenfurt rotiert man im hausinternen Schema durch die Abteilungen OP, (Notfall)-Ambulanz und Nachbehandlung. Im OP wird man vorwiegend als 2. Assistenz eingesetzt, je nach Größe des Eingriffes und Operateur war ich aber auch 1. Assistent und durfte selbst mitarbeiten (Nähen, Bohren, Schneiden…). Das Klima im OP ist bis auf wenige Chirurgen „der alten Schule“ sehr entspannt – Fragen stellen lohnt sich!
In der Ambulanz und Notaufnahme sieht man von Schnittverletzung bis Polytrauma aus den nahegelegenen Skigebieten (die Klinik besitzt einen Heli-Port) alles. Bei kleineren, subakuten Indikationen darf man hier ausgesprochen viel mit anpacken! Ich durfte unter Anleitung Kniegelenke punktieren, Abszesse ausräumen oder etwa Metallentfernungen in Lokalanästhesie durchführen.
In der Nachbehandlung sieht man dann idealerweise die bereits bekannten Patienten, wodurch man einen guten Überblick über das gesamte Procedere erhält. Hier stehen Wund- und Röntenkontrollen im Vordergrund.
Die Famulatur war wirklich ausgesprochen gut. Besonders das Gefühl, in den Ablauf integriert zu werden (eigenes Telefon, man steht sogar namentlich, und nicht nur als „Der/die/das Famulant“ am OP-Plan!) machen einiges aus. Vor diesem Hintergrund ist es auch alles andere als tragisch, wenn man mal wirklich gebraucht und deshalb wird und deshalb etwas länger bleiben muss. Das Mittagessen ist umsonst und sehr gut.

Helikopter
Bild: Im Helikopter wurde ein verunfallter Skifahrer mit komplizierter Unterschenkelfraktur und beginnendem Kompartmentsyndrom eingeflogen.