PJ am UKE Hamburg-Eppendorf

22.08.2018

PJ-Bericht Katharina Hemker 11/2017- 03/2018
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Ich habe mein Wahlfach Orthopädie/Unfallchirurgie in der Unfallchirurgie des UKE absolviert und hatte eine wirklich spannende Zeit dort!
Angefangen haben wir jeden Morgen um 7.10 mit der Röntgenbesprechung. Einmal in der Woche gab es in diesem Zusammenhang auch noch einen Vortrag zu verschiedenen fachbezogenen Themen und eine M&M Konferenz, in der ein Assistenzarzt einen verbesserbaren Fall vorstellt, welcher im Anschluss mit dem Team diskutiert wird. Das war wirklich lehrreich.
Nach der Besprechung haben wir PJs uns auf unsere Bereiche aufgeteilt. In diesem PJ-Tertial wurde eine Rotation neu eingeführt: Wir sind zwischen den unfallchirurgischen Stationen 4E und 4G, der Wirbelsäulenchirurgischen Station H9, der ZNA und der Poliklinik, in welcher es auch einmal wöchentlich eine Handsprechstunde gab, planmässig rotiert. So konnte man die Unfallchirurgie wirklich in aller Vielseitigkeit kennen lernen.
Im OP wurden wir außerdem fest im Plan mit eingeteilt und konnten darüber hinaus über unser PJ Telefon immer angerufen werden, wenn im Saal noch zusätzlich Unterstützung gebraucht wurde. Insgesamt durfte ich viel assistieren, nähen, habe viele verschiedene Eingriffe gesehen und durfte sogar unter Anleitung eine Metallentfernung vom Hautschnitt bis zur Naht selbst durchführen.
Das Teaching der Ärzte war auch sehr hilfreich, so dass man nach ein paar Eingriffen die Operation theoretisch einigermaßen beherrschte.
Auf der Station war man mit der Visite eigener Patienten, der Patientenvorstellung, dem Schreiben von Arztbriefen und natürlich auch Blutentnahmen/Zugängen gut eingebunden, in der Notaufnahme ebenfalls mit eigenen Patienten, die dann dem Arzt vorgestellt werden sollten. Die chirurgischen Wundversorgungen in der Notaufnahme durften ebenfalls wir Pjler je nach „Näherfahrung“ selbstständig machen. Außerdem könnten wir lernen und üben, einen FAST Ultraschall am Unfallpatienten durchzuführen.
Besonders spannend war es, wenn wir mit in den Schockraum durften und im Idealfall dann im Anschluss direkt mit im OP am Tisch stehen konnten.
Jeden Mittag um 13 Uhr fand dann erneut eine Röntgenbesprechung statt, in der postoperative Bilder gezeigt wurden. So konnte man auch als PJler die Patienten besser im Verlauf beurteilen.
Jeder von uns PJs hat zu Beginn des Tertials einen Tutor zugewiesen bekommen, der uns für Fragen zur Verfügung stand. Das war häufig sehr hilfreich. Außerdem hatten wir die Möglichkeit Dienste zu machen und dafür einen Freizeitausgleich zu bekommen. So konnte man sich seine Arbeitszeit auch für wichtige Termine etwas flexibel gestalten.
Das Arbeitsklima hat mir insgesamt sehr gut gefallen, das Team war super nett und man hat sich schnell integriert gefühlt! Der Abschied aus dem Team fiel mir schwer und ich hätte am liebsten sofort dort angefangen zu arbeiten.
Abschließend kann ich die Abteilung wirklich jedem für sein PJ empfehlen!

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