2. Hands On Workshop in Würzburg

Bericht zum 2. Hands on Workshop der Würzburger YOUngsters O&U am 01.06.2018

„Hands on – selbst klopfen“ hieß es am 01.06.2018 in der Lehrklinik der Uniklinik Würzburg, als die Würzburger YOUngsters ihren zweiten Hands On Workshop für ihre Mitstudenten veranstalteten.

Der Workshop drehte sich diesmal ganz um das Thema Hüftendoprothetik.

So wurde den 18 Teilnehmern ein buntes Programm aus Vorträgen und aber vor allem praktischen Stationen von angeregten Falldiskussionen bis hin zum selbstständigen Implantieren eines Hüftschaftes geboten.

Besonders freuten sich die YOUngsters aus Würzburg, dass diesmal nicht nur Kommilitonen der eigenen Uni, sondern über die Werbung im Internet sogar zwei Studenten aus Göttingen und Erlangen, zur Teilnehme geworben werden konnten.

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Nach der Präsentation der Idee hinter der Nachwuchsorganisation YOUngsters des Jungen Forums O&U und den aktuellen Projekten durch Kristina Götz und Benjamin Barth startete das themenbezogene Programm zunächst mit einem überaus umfangreichen aber dennoch kurzweiligen Vortrag von Herrn Dr. Jakuscheit vom König-Ludwig-Haus Würzburg über die Grundprinzipien der Hüftendoprothetik. So ging er in seinem Vortrag zunächst noch einmal auf die Anatomie und die mechanischen Begebenheiten des Hüftgelenks ein und griff so die grundlegenden Pathologien auf, die die Notwenigkeit einer Hüftprothese erforderlich machen. Neben den unterschiedlichen Zugangswegen legte er den anwesenden Studenten auch alle Versorgungsmöglichkeiten vom reinen Oberflächenersatz, über die Versorgung mittels Kurzschaftprothese bis hin zu komplexen Revisionsmodellen nahe.

Anschließend rundete Benjamin Barth von den Würzburger Youngsters das Thema Endoprothetik mit einem kurzen Vortrag über das Thema Knochenzement ab, in dem er sein, durch die Ausbildung als OTA fundiertes Grundwissen an die anwesenden Studenten weitergeben konnte.

Hier wurden den Studenten die grundlegenden Arbeitstechniken und wichtige Hinweise zum Umgang mit Knochenzement vermittelt, bevor die 18 Teilnehmer unter Anleitung zwei Packungen Knochenzement anmischen konnten, um sich selbst auf praktische Weise mit diesem Werkstoff vertraut zu machen.

 

Nach den beiden Vorträgen ging es dann in den praktischen Teil des Workshops über, bei dem die Teilnehmer in vier Kleingruppen jeweils vier Stationen absolvieren durften.

Die erste Station wurde, wie auch im vorangegangen Semester wieder von Oberarzt Dr. Wagner aus der unfallchirurgischen Abteilung der Uniklinik Würzburg betreut. Herr Dr. Wagner hatte erneut  spannende Fälle aus seinem Fundus zusammengesucht, die er mit den Teilnehmern in angeregten Diskussionen besprach und dabei auch auf die Klinik der verschiedenen Falldarstellungen einging, mögliche Therapiekonzepte erarbeitete und auch die daraus möglichen Konsequenzen für die verletzten Patienten und die Nachbehandlung nicht außer Acht ließ.

Herr Dr. Schmitz, der aktuell als Weiterbildungsassistent in der O&U zwischen der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus und der Chirurgischen Klinik 2 der Uniklinik Würzburg rotiert, erklärte zusammen mit Kristina Götz von den Würzburger YOUngsters an zwei Folgestationen die Grundprinzipien der klinischen Untersuchung an Knie-/ und Hüftgelenk. So wurden zunächst die allgemeine Untersuchung des Knie- und Hüftgelenkes, sowie spezifische Tests für Meniskusschäden, Kreuzbandläsionen oder Hüftarthose demonstriert und anschließend von den Studenten gegenseitig unter Anleitung der beiden betreuenden Ärzte in Kleingruppen geübt.

Das Highlight des Workshop-Parcours bildete wohl für alle Teilnehmer die letzte Station:

Hier konnten die Studenten unter der Anleitung von Herrn Dr. Jakuscheit sowie von Oberarzt Dr. Jonczyk aus der Klinik Ochsenfurt, das erste Mal eigenhändig die Implantation eines Hüftschaftes am Kunstknochen durchführen.

Die Protheseninstrumente, sowie die Kunstknochen wurden freundlicherweise durch die Firma Smith & Nephew und deren Vertreter Herrn Kramer bereitgestellt.

Hierbei durften die Teilnehmer teils zum ersten Mal eine Säge, wie sie auch im OP-Betrieb verwendet wird, in der Hand halten und gingen zunächst mit großem Respekt mit den teilweise schweren und ungewohnten Instrumenten, die zum Aufraspeln eines Hüftschaftes benötigt werden, um. Am Ende gelang allerdings Allen die korrekte Positionierung der Prothese.

Als letzter Programmpunkt Punkt referierte Herr Dr. Jordan, ebenfalls von der unfallchirurgischen Klinik der Uniklinik, über mögliche Komplikationen, insbesondere periprothetische Frakturen, die nach der Implantation einer Hüftprothese auftreten können.

Somit wurde im Workshop von der ersten klinischen Untersuchung, über Möglichkeiten der Versorgung mit diversen Prothesensystemen und die tatsächliche Implantation eines Hüftschaftes, bis hin zu den, mit Prothese auftretenden Frakturkomplikationen ein kompletter Rundumschlag zur Hüftprothese geleistet.

 

Sowohl bei den Teilnehmern, als auch bei den Dozenten stieß auch der zweite Hands On Workshop O&U der Würzburger YOUngsters wieder auf große Resonanz kombiniert mit einer durchweg positiven Evaluation, sodass es sicherlich auch im nächsten Semester einen dritten Hands On Kurs geben wird.

 

An dieser Stelle möchten wir uns außerdem noch einmal ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken:

Bei den Teilnehmern, dass wir erneut alle verfügbaren Kursplätze vergeben konnten und Alle so gut mitgearbeitet haben.

Bei der Lehrklinik der Universität Würzburg, dass wir wieder deren Räumlichkeiten nutzen durften!

Bei den Dozenten, Herr Dr. Jakuscheit, Herr Dr. Wagner, Herr Dr. Schmitz, Herr Dr. Jonczyk und Herr Dr. Jordan für die großartigen und informativen Vorträge und die hervorragende Betreuung und Instruktion.

Und ganz im Besonderen bei der Firma Smith & Nephew und deren Vertreter Herrn Kramer, ohne die der Workshop in dieser Form wohl nicht möglich gewesen wäre, da sie uns zunächst die Kunstknochen mitsamt den Instrumenten, die zur Implantation eines Hüftschaftes nötig sind, zur Verfügung stellte, und uns außerdem noch zusätzlich durch Getränke und einen kleinen Imbiss unterstützte.

Vielen Dank nochmals!

Wir freuen uns auf den nächsten Workshop!

Benjamin Barth

Für die Würzburger YOUngsters