Assistentensprecher in Orthopädie und Unfallchirurgie in Deutschland

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Assistentensprecher in Orthopädie und Unfallchirurgie in Deutschland

Die Position des Assistentensprechers ist in vielen deutschen Kliniken bereits seit Jahren implementiert und wird von den meisten Assistenzärzten als eine wichtige Instanz der Interessensvertretung im klinischen Alltag wahrgenommen. Allerdings sind die genaue Anzahl der Assistentensprecher

in Deutschland im Fach Orthopädie und Unfallchirurgie sowie deren Aufgaben und Rechte innerhalb der Kliniken nicht bekannt und v. a. nicht einheitlich definiert.

Das Junge Forum führte vom 27.1.2015
bis zum 26.3.2015 eine deutschlandweite, webbasierte Umfrage unter den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) wie auch der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) durch, welche zum Zeitpunkt der Befragung maximal das 40. Lebensjahr erreicht hatten. Die hier präsentierte Umfrage des Jungen Forums O&U ist die erste systematische

Erfassung der Anzahl sowie der Aufgaben der Assistentensprecher an deutschen Weiterbildungsstätten in O&U. Es konnten 316 Fragebögen ausgewertet werden. Eine Vertretung scheint in erster Linie

an universitären Einrichtungen (92 %) etabliert zu sein. Die Aufgaben sowie der Wahlmodus sind nicht einheitlich geklärt. Das Amt des Assistentensprechers wird überwiegend in der Freizeit durchgeführt und beinhaltet insbesondere die interkollegiale Konfliktlösung.

Eine einheitliche Definition der Wahlmoda- litäten und der Aufgabenbereiche sowie Intervalle für Zusammentreffen mit den Assistenzärzten und der Führungsebene wurden durch das Junge Forum O&U vorgeschlagen.

http://link.springer.com/article/10.1007/s00113-016-0195-z